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Technologieführer werden und bleiben – Eine Innovationsstrategie

Technologieführerschaft ist noch immer die häufigste Innovationsstrategie produzierender Unternehmen. Liegt natürlich auf der Hand. Denn mit Technologie kenne sich diese Unternehmen gut aus. Doch Technologie-Innovation zu schaffen wird für Ingenieure zunehmend schwerer. Reine Brainstormings und interne Entwicklungsteams bringen häufig nur noch mäßigen Erfolg und nur selten wirklich innovative Ideen hervor. Dann klappt es auch mit dem Innovationserfolg selten. Beleuchten wir die Themen Technologieführerschaft und Technologie-Innovation!

Was ist ein Technologieführer?

Was denken Sie, wenn Sie den Begriff Technologieführer hören? Welche Namen fallen Ihnen ein? Daimler? Bosch? Siemens? BASF? Bayer? Apple? Google?

Natürlich sind die o. g. Unternehmen unumstrittene Technologieführer. Es gibt aber Technologieführer, die nicht so bekannt sind, wie z. B. die Firma Isabellenhütte im Bereich der niederohmigen Präzisions- und Leistungswiderständen, LAPP im Bereich der Kabel- & Verbindungstechnik und Binder im Bereich der Thermosimulationsschränke.

Isabellenhütte, LAPP und Binder sind zeitgleich die sogenannten Hidden Champions, also die versteckten Sieger, die zum Mittelstand gehören und weltweit eine TOP 3 Position in ihrem speziellen Marktgebiet haben (1).

Ein Technologieführer MUSS NICHT überall in allen Geschäftsbereichen erfolgreich sein. Er sollte jedoch in EINEM Bereich durch leistungsstarke Spitzentechnologie die führende Rolle spielen.

Per Definition ist ein Technologieführer eine Firma, die mit Hilfe technologischer Hochleistung eine Differenzierung zu den Konkurrenten erzielt.

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Die drei Gesichter des Technologieführers

  1. Das eigene Gesicht. Ein Technologieführer kommuniziert aktiv und selbstbewusst über die eigene Positionierung, z. B. die Firma Siltronic, ein Siliziumwaferhersteller aus Freiburg, kommuniziert das Thema sehr klar: Siltronic ist bestrebt, ihre Technologieführerschaft zu erhalten. (2)
  2. Das Gesicht bei dem Kunden. Allein eine Behauptung reicht nicht aus. Es muss eine Anerkennung seitens der Kunden geben, z. B. eine Referenz der Medien, insbesondere eine Aussage durch die Kundenpresse: Wir freuen uns, mit der Firma XY (Ihr Unternehmen) eine strategische Partnerschaft aufgebaut zu haben.
  3. Das Gesicht bei den Wettbewerbern. Haben Sie von Ihrem Key Account Mitarbeiter oder sogar von Ihren Kunden folgendes Feedback bekommen: Der Lieferant XX hat so argumentiert: Wir bieten dieselbe Qualität wie XY (Ihr Unternehmen) an, aber ein bisschen günstiger.“ So eine Aussage ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Wettbewerber Ihre Firma als Benchmark gewählt hat, um sich vor den Kunden zu positionieren.

Technologieführer oder Marktführer?

Was macht Marktführerschaft aus?

Bild 1: Was macht Marktführerschaft aus? (Quelle: 3)

Eine Studie des Fraunhofer Instituts (3) zum Thema „Strukturen und Treiber des Innovationserfolges im deutschen Maschinenbau“ hat z. T. die Beziehung zwischen Technologieführerschaft und Marktführerschaft veranschaulicht: Technologieführerschaft ist der wichtigste Bestandteil von Marktführerschaft. Als Marktführer ist der Stellenwert von Technologieführerschaft im Vergleich zu anderen Merkmalen wie Qualitätsführerschaft, Umsatz, Stückzahlen und so weiter von großer Bedeutung

Im Umkehrschluss kann man sagen: Wenn ein Unternehmen sich als Technologieführer positioniert, dann korreliert das positiv mit seiner Führungsposition auf dem Markt.

Vor- und Nachteile einer Technologieführerschaft

Technologieführer zu sein ist nicht immer vorteilhaft. Die folgende Tabelle zeigt die Pros und Cons von Technologieführerschaft (4).

Vor- und Nachteile als Technologieführer

Tabelle: Pros und Cons für Technologieführerschaft (4)

Technologieführerschaft als Strategie

Wie sich eine Firma auf dem Markt positioniert, ist ein strategisches Thema. Deshalb sind die folgenden Überlegungen wichtig:

  • Warum möchte ich mich als Technologieführer positionieren?
  • Über welche Ressourcen verfügen wir als Unternehmen, die für die Positionierung notwendig sind?
  • Wie würde die Umgebung, also der Markt, die Wettbewerber, die Kunden auf meine Positionierung reagieren?
  • Was für einen Technologiefokus soll ich als Unternehmen haben, um mich auf dem Markt so zu positionieren?
  • Wie kann ich mich von den Wettbewerbern durch diese Positionierung differenzieren?
  • Wie kommuniziere ich mit meinen Kunden über die Positionierung, damit es nicht nur ein Selbstbild ist?

Wie kann TOM SPIKE helfen?

TOM SPIKE berät seit den Anfängen B2B-Technologieunternehmen. Wir haben unsere Kunden sowohl auf der strategischen als auch auf der operativen Ebene bei der Verstärkung der Positionen durch neue Geschäftsmodelle, Produkte oder Technologien begleitet. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie sich mit Ihrem Unternehmen in dynamischer Marktumgebung strategisch neu orientieren wollen.

 

Quellen

  1. Hermann, Simon, Hidden Champion – Aufbruch nach Globalia, 2012
  2. Siltronic Firma-Website: Schlüsselelemente der Strategie von Siltronic
  3. Kinkel, Steffen & Som, Oliver, Strukturen und Treiber des Innovationserfolges im deutschen Maschinenbau, 2007
  4. Eigene Recherche
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