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Wann Ist Der Optimale Zeitpunkt Für Innovation?

Wann ist der optimale Zeitpunkt für Innovation?

Startschuss für Innovationsprojekte: Der optimale Zeitpunkt, um Innovation zu starten, ist immer JETZT. Und das gilt in diesen Tagen und Wochen mehr denn je. Denn wer als Unternehmen jetzt die Weichen richtig stellt, auch bzgl. der eigenen F&E-Investitionen, wird die Herausforderungen des Jahres 2020 und auch danach erfolgreich bestehen. Um das besser zu verstehen, lohnt ein kurzer Blick zurück – für den Blick nach vorn:

Aus dem Bericht der Europäischen Wirtschaftsforschung (ZEW) nach der Finanzkrise 2008 geht hervor, dass die Unternehmen, die ihre Innovationsausgaben im Verhältnis zum Umsatz nicht reduziert haben, nach der Krise besser performt haben, als Unternehmen, die gespart haben. Hinzu kommt: Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Krise ihre Innovationstätigkeit zurückgefahren haben, konnten nach der Krise nicht wieder anschließen. Auch eine Studie mit 4.700 befragten Unternehmen belegt: Investitionen und Innovationen können optimal eingesetzt werden, um das Unternehmen zukunftssicher zu machen.

Delegieren für schnelle Entscheidungswege

In der aktuellen Situation ist besonders eines wichtig. Eine schnelle Anpassung an neue Gegebenheiten. Neue Gesetze, neue Fördermaßnahmen, Kurzarbeit, veränderte Nachfrage etc. Jetzt sind dezentrale Entscheidungen gefragt. Zwar gibt die Führungsebene die Strategie vor, allerdings sollten dann möglichst viele der Entscheidungen delegiert werden. Dies dient der Zusammenführung von Expertise und Entscheidung.

Die Anpassung an die wahrgenommene Nachfrage kann so schneller passieren. Und auch auf die lokalen Bedürfnisse unterschiedlicher Standorte und unterschiedlicher Kundenbeziehungen kann schneller eingegangen werden. Gerade bei der Eroberung neuer Geschäftsfelder und innovativen Alternativen zum bisherigen Tagesgeschäft sind Experimente gefragt. Bürokratische Entscheidungsprozesse sind hier hinderlich.

Kosten einsparen & Ausgaben senken oder Investieren & Innovation zulassen?

„Wie Sie einen Krieg führen, zeigt Ihnen, wie Sie auch in Friedenszeiten Gewinner bleiben.“

Aus den letzten Krisen gingen vor allem die Unternehmen positiv hervor, die offensive und defensive Maßnahmen miteinander verbinden. Das heißt, Kosten selektiv zu senken. Neue Technologien und Prozessinnovationen einsetzen und Kosten sparen sowie sich gleichzeitig mit Fokus auf die Innovationen zu konzentrieren, die erfolgversprechend sind.

Dabei gibt es wie bei einzelnen Menschen auch Unternehmen, die sich unterschiedlich motivieren lassen. Wie auch bei Menschen sind Unternehmen entweder durch die Angst vor Verlust und Schmerz gesteuert oder durch Suche nach Erfolgen. Bei letzterem werden Entscheidungen eher zugunsten von Investitionen getroffen. Entsprechend dieser Motivationen lassen sich Unternehmen in vier Typen einteilen:

1) Die präventiven Unternehmen, die alles auf Kosteneinsparung setzen

Hier wird eine Art Belagerungsmentalität an den Tag gelegt, bei der lediglich Verluste vermieden werden sollen. Dies führt dazu, dass Mitarbeiter und Manager sich wenig hohe Ziele setzen. In Sachen Investition und in Sachen Kostenziele. Sony ist hier als Beispiel anzuführen. In den letzten zwei Krisen baute Sony etwa 16.000 Stellen ab und hat sich durch seinen Kürzungen von der Konkurrenz Nintendo, Apple etc. abhängen lassen.

2) Die expansiven Unternehmen, die auf Investitionen setzen

Hier herrscht eine Kultur des Optimismus. Skeptiker werden an der Rand gedrängt. Schwierig wird es hier, wenn Innovationen beim Kunden nicht ankommen wie erwartet. Zwar können Investitionen in neue Geschäftsfelder sinnvoll sein, allerdings fehlt den Unternehmen dann oft das Durchhaltevermögen, um in letzter Konsequenz den anvisierten Vorsprung auch durchzusetzen.

Ein Beispiel hier ist Hewlett Packard, die unglaubliche Summen in Wachstum investiert haben, sich allerdings aus Mangel an Fokussierung von IBM überholen lassen mussten.

3) Die Pragmatischen nutzen die Kombination von defensiven und offensiven Maßnahmen

Pragmatische Unternehmen wissen, dass nur eine Kopplung von Kostensenkung, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue Geschäftsfelder der richtige Weg sind. Allerdings sind nur die progressiven Unternehmen in der Lage, die richtige Kombination an Maßnahmen auch durchzusetzen.

4) Die progressiven Unternehmen schaffen die optimale Kombination von Verteidigungsmaßnahmen und Angriff

Progressive Unternehmen orientieren sich wie pragmatische Unternehmen an einer Balance aus defensiven und offensiven Maßnahmen. Diesen geht es aber darum, mit jeder Maßnahme zur Kosteneinsparung auch langfristig effizienter zu werden. Zum Beispiel werden Mitarbeiter nicht entlassen, sondern für neue Geschäftsfelder und Dienstleistungen eingesetzt. Das aktuelle Geschäftsmodell wird auf Herz und Nieren geprüft und hinterfragt.

Für solche Unternehmen ist der entscheidende Filter für Investitionsentscheidungen in Unsicherheit der Kundennutzen. Entlang dieses Filters werden alle Entscheidungen im Unternehmen ausgerichtet, da alle weiteren im Unsicheren liegen.

Das Unternehmen Staples für Bürobedarf gehört zu den Unternehmen, die nach der Krise als Folge der Dotcom-Blase einen progressiven Ansatz verfolgt und zwar Werke geschlossen hat, aber die frei gewordenen Ressourcen für Innovation und neue Produktentwicklungen zielgerichtet eingesetzt hat.

What’s next? Der optimale Zeitpunkt für Innovation ist Jetzt!

Eines ist zum jetzigen Zeitpunkt klar: Unternehmen müssen auf das völlig neue Setup auf den Märkten reagieren. Bisherige Innovations-Strategien gehören auf den Prüfstand, Ziele werden kurzfristig angepasst, Entscheidungen müssen neu getroffen werden, einer neuer Innovationsfokus muss her, oder Unternehmen müssen gänzlich neue Entscheidungen mit Blick auf ihre Kultur und Ausrichtung treffen. Ein „Weiter so!“ ist zum aktuellen Zeitpunkt keine Option. Was also tun?

Es gilt die Formel: F + E = Innovation

Die Grundlage, um als Unternehmen handlungsfähig und zukunftsorientiert zu sein, bleiben natürlich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Vergangene Krisen haben gezeigt, dass sich die F&E-Ausgaben von Unternehmen insgesamt eher prozyklisch entwickeln, Unternehmen also in Rezessionszeiten dazu neigen, weniger für Forschung und Entwicklung ausgeben. Dafür gibt es gute Gründe: Prozyklische F&E-Ausgaben resultieren aus Schwierigkeiten, F&E-Projekte zu finanzieren, sowie aus größeren Unsicherheiten bzgl. der eigenen Zukunftserwartungen. Diese lassen die Unternehmen (nicht nur die progressiven) zweifeln, ob die neu entwickelten Produkte in Krisenzeiten und auch danach am Markt nachgefragt werden.

Es gibt allerdings viele Unternehmen, die den aktuelle Situation als Chance sehen – als optimalen Zeitpunkt für Innovation – und entsprechend die F&E-Budgets umschichten bzw. auch erhöhen. Dabei orientieren sie sich an dem Drittel der deutschen Unternehmen, die während der Finanzkrise von 2008/09 ihre Innovationsausgaben antizyklisch erhöht haben – und damit größtenteils Erfolg hatten.

Innovative Unternehmen mit den besten Chancen

In der aktuellen Situation sind viele Unternehmen herausgefordert, neue Lösungen zu entwickeln – und sie haben bereits schnell reagiert. Denn Studien zeigen, dass innovative Unternehmen während einer Rezession deutlich weniger Beschäftigung abbauen als Firmen mit wenig Innovations-Ambition. Diese progressiven Unternehmen haben damit also die besten Voraussetzungen, um optimistisch nach vorne zu schauen. Damit wird auch klar, dass die eigene Innovationsfähigkeit mit der wichtigste Überlebensfaktor von Unternehmen ist. Und dass jetzt auch der Zeitpunkt ist, die F&E Ausgaben zu erhöhen, um gänzlich neue Innovationsprojekte zu starten.

Stellen auch Sie die Weichen in Richtung Zukunft, damit Sie dann morgen auch sagen können: „Jetzt zahlt sich unser Vorgehen aus!“ Gerne unterstützen wir Sie mit Innovationsberatung dabei. Rufen Sie uns am besten JETZT an: 030 – 89 64 72 09!

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