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Mehr Effizienz Durch Cost-Driven Innovation (CDI)

Mehr Effizienz durch Cost-Driven Innovation (CDI)

Cost-Driven Innovation – die ersten Schritte zu mehr Effizienz und außergewöhnlicher Kostenreduzierung sowie Optimierung Ihres Angebotsportfolios! 

Was unterscheidet Cost-Driven Innovation von anderen „klassischen“ Kostensenkungsmethoden? Wie beginne ich damit und worauf muss ich dabei achten?  

Sie kennen das Szenario vermutlich – das Angebot ist zu teuer, der Preis für das Produkt oder den Service wird nicht akzeptiert. Der Vertrieb kommt auf Sie zu und fordert Sie auf „Ihr seid zu teuer – macht mal was! Die Konkurrenz ist effizienter! Die Leute wollen nach Corona weniger bezahlen! 

Also wird – bestenfalls – ein Projekt gestartet, um die Kosten zu senken, für mehr Effizienz bei der Innovation. Oft sitzt man auch einfach zusammen oder in diesen Tagen startet ein Remote-Meeting – und überlegt sich, wie die Kosten gedrückt werden können? Man sammelt Ideen in großer Menge, bewertet, arbeitet dran und dann hat man mit Mühen die 5 % Reduzierung erreicht. 

Cost-Driven Innovation unterscheidet sich in der Ideenphase – Schritt 3 – und fokussiert sich darauf, „nicht-typische“ Lösungen zu finden. Unter einer solchen Lösung versteht man ein Lösungskonzept, welche einem nicht mal schnell so einfällt, sondern welche eine detaillierte Analyse voraussetzt und folglich höheres Potential hat. 

Wie beginne ich nun damit?  

Schritt 1: Diese Voraussetzungen für Cost-Driven Innovation sollten vorhanden sein!

Bevor Sie beginnen, überprüfen Sie anhand folgender Punkte, ob alle Vorrausetzungen für ein erfolgreiches Cost-Driven Innovation Projekt gegeben sind. Wir haben die 5 wichtigsten Voraussetzungen zusammengestellt: 

  1. Festlegen von anspruchsvollen, aber realistischen Zielen  
  2. Ernennung des Projektleiters als verantwortlicher Projektmanager (das ganze Projekt) und den Mitgliedern des Teams
  3. Transparenz in Kosten (in (Unter-)System, Kostenkategorie, Funktion) und zur Verfügungstellung von Information an alle Teammitglieder
  4. Gewährleisten von allen notwendigen Experten in Cost-Driven Innovation-Workshops
  5. Alle Teammitglieder kennen den Prozess und die Werkzeuge, um auch den Projektablauf effizient zu machen – am besten durch eine vorherige Schulung des Gesamtablauf und der eingesetzten Methoden.

Unsere Empfehlung: Sollte Sie Schwierigkeiten haben, diese Punkte zu erfüllen, dann lassen Sie das Projekt sein. Sie brauchen das Projekt nicht weiterzuverfolgen. Es wird dann nicht klappen und es wird nur Verlierer geben! 

Schritt 2: Zielpreis, Ist-Situation und die Baseline sind zu bestimmen 

Der Zielpreis oder die Kostenreduzierung ist oft schon vom Auftraggeber festgelegt – oft sind das20 %. Diese 20 % ist eine Zahl, welche das Management oft vorgibt, macht aber oft keinen Sinn. Besser ist der Ansatz der Sollkostenanalyse (Should Costing), um das Ziel zu definieren.  

Gehen Sie wie folgt vor:  

  • Fragen Sie sich, was sollte oder darf dieses Bauteil maximal kosten?  

Hierzu nehmen Sie sich die Stückliste und starten mit einer pragmatischen Rückwärts-Kalkulation der zusammengesetzten Kostenanteile. Das gelingt mit einem Team aus Experten sehr gut. Das Team sollte mit Vertretern aus den verschiedenen Funktionen zusammengesetzt sein, um eine gute Schätzung zu gewährleisten. 

Diese Sollkostenanalyse hilft Ihnen, ein erreichbares und herausforderndes Kostenziel zu definieren. 

Unterstützt durch eine einfache Kalkulation, z. B. was sollte eine Platte aus Stahl mit einer Fläche von 100 mm x 100 m und einem Gewicht von 500 Gramm minimal kosten? Stahlpreis googeln, Bearbeitungsart und Zeit zur Herstellung schätzen -> Geschätzten Preis ermitteln.   

Das Innovationskonzept „Idealität“ wird Ihnen eine weitere Zieldefinition geben, indem Sie einen „idealen“ Preis festlegen. Dieses gemeinsame Kostenziel sollte sie zum Kostenführer werden lassen! 

Nun zur Ist-Situation:  

  • Was sind unsere heutigen Kosten und wie sind die Kosten aufgeteilt?  
  • Wie ist unsere Kostenstruktur?

Voraussetzung für die weiteren Schritte sind, dass Sie Ihre Kostenanteile Ihres Produkts/Services im Detail verstehen.  

Nehmen Sie wieder die Kalkulation und Ihre Stückliste zu Hand und erstellen Sie ein Chart. Am besten ein Pareto-Chart. Das Prinzip von Pareto sagt, dass z. B. 20 % Ihrer Kostenarten ca. 80 % der Gesamtkosten verursachen. 

Eine Grafik ist immer hilfreichauch um die Ausgangsituation zu verstehen und zu kommunizieren. 

Schritt 3: Kostentreiber verstehen  

Schauen Sie sich jetzt die Hauptanteile aus Ihrer Analyse an: 

  • Wieso sind die Kosten so, wie sie jetzt sind?

Fragen Sie bis zu 5-mal wieso, um die Kostentreiber herauszufinden. Listen Sie die Kostentreiber auf und suchen Sie Lösungen dazu. Wenn Sie Widersprüche erkennen, definieren Sie diese Widersprüche genauer. Nun können Sie für die weitere Lösungsfindung die Lösungsmuster aus der Innovationsmethode TRIZ anwenden und neue, andersartige Lösungen finden. TRIZ steht für die „Theorie des erfinderischen Problemlösens“ und stellt „Standardlösungen“ zur Verfügung, welche Sie dann anwenden können. 

Je nach Art der Kostentreiber werden verschiedene, weitere Werkzeuge verwendet. Sind z. B. die Montagekosten hoch, müssen Sie Komplexität reduzieren. Ein Hebel kann die hohe Teile-Anzahl sein. Folglich müssen Sie versuchen, die Teile-Anzahl zu reduzieren. 

Die zu nützende Methode ist „Design for Manufacturing and Assembly – DFMA“. Auch hier hilft ergänzend das Konzept der „Idealität“. Das beste Bauteil ist nämlich das, das nicht vorhanden ist! 

Schritt 4: Gute Ideen finden 

Diese umfassende Systemanalyse ist nun die Grundlage, um weitere gute Ideen zu generieren. Hilfsmittel sind Innovationsmethodenunter anderenauch die Anwendung der bereits genannten erfinderischen Prinzipien aus der Theorie des erfinderischen Problemlösens. Diese wurden über Jahre aus Patenten abgeleitet und helfen Ideen zu finden. 

Ein weiteres hilfreiches Werkzeug ist das „Netzwerk der Lösungen und Probleme“. Sie beginnen mit einem Problem, beschreiben einen möglichen Lösungsweg. Sollte die Lösung weitere Probleme haben, gehen Sie einen Schritt weiter und Lösen dieses Problem. Diese Problemlösungssequenz führt – durch Zusammenführen der Teillösung – meist zu einer zufriedenstellenden Gesamtlösung und zu erstaunlichen Ideen zur Kostenreduzierung. 

Schritt 5: Bewerten, auswählen und umsetzen 

Nun müssen Sie alle gesammelten Ideen bewerten, prüfen und die möglichen Kostenreduzierungsmaßnahmen validieren. Das gelingt mit klassischen Projektmanagement und mit einem abzuarbeitenden Aktionsplan. Manche Ideen werden nicht umsetzbar sein, neue Ideen werden hinzukommen. Die Situation ist zu überwachen und zu dokumentieren. 

Erkenntnis: Mehr Effizienz mit Cost-Driven Innovation

Innovationsmethoden mit der Erkennung von Widersprüchen helfen, um Kosten-Potentiale zu heben. Nur klassisches Brainstorming schafft es nicht, anspruchsvolle Ziele zu erreichen. 

Andersartige Ideen zur Kostensenkung werden ohne die Verwendung von Innovationsmethoden selten gefunden. Wir haben es so geschafft, in Projekten ungeahnte Potentiale zu heben, auch wenn die Umsetzung oft herausfordernd ist es lohnt sich! 

Wenn auch Sie und Ihr Unternehmen auf Kostenoptimierung durch Innovation setzen wollen, Beratung für die zukünftige Strategie benötigen und mit Innovationsberatung vorbereitet in die Zukunft der neuen Realität gehen wollen, treten Sie gerne mit uns in Verbindung. Telefonisch unter 030 – 89 64 72 09 oder über unser Kontaktformular.  

Darüber hinaus beraten wir von TOM SPIKE Sie gerne in allen Fragen zu strukturierter Innovation sowie Produkt- und Service-Entwicklungen. 

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